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Musikgespräche

Wenn Dopamin durch die Adern rauscht

Das Finale des 4. Classical Progressive Music Award

344-6-1: Aus 344 Einsendungen wurden 6 Finalisten und ein 1. Platz. Das war der 4. Progressive Classical Music Award

Gewinner mit The Twiolins, v.l.n.r. : Christoph Asmus, Viktor Molnár, Rainer Bartsch, Piotr Szewczyk, Jürgen Christ, Edmund Jolliffee, Daniel Berg, Marie-Luise Dingler (Foto: Christian Leibig)

Sechs Finalisten traten am Samstag, 28. September beim „4. Progressive Classical Music Award“ (PCM) mit ihren eigens für den Award komponierten Stücken gegeneinander an. Die Geschwister Marie-Luise Dingler und Christoph Asmus („The Twiolins“), professionelle Violinisten aus Mannheim und Gründer des PCM, spielten dem Publikum jedes der sechs Finalstücke als Uraufführung vor. Fünf von sechs Finalisten waren persönlich vor Ort. Aber ausgerechnet der Gewinner des 1. Preises konnte seinen Award nicht persönlich entgegennehmen, da er mehrere Tausend Kilometer von Mannheim entfernt lebt. Piotr Szewczyk bekam dennoch live den Publikums-Entscheid mit, denn er verfolgte die Veranstaltung über den Livestream und wurde direkt aus den U.S.A. per Skype hinzugeschaltet. Die Freude über seine Ernennung war ihm deutlich anzumerken.

Der 1. Preisträger des 4. PCM heißt also Piotr Szewczyk. Seine Komposition „DOMPAMIN RUSH“ überzeugte 133 von 369 Zuhörern. Ein Stück, bei dem man förmlich das Glückshormon Dopamin durch die Adern durchrauschen spüren konnte. Aufgrund der Schnelligkeit hätte es genauso gut auch „Adrenalin Rush“ heißen können: Ein fünfminütiges Jagen nach dem nächsten Kick. 

Hier das Stück in voller Länge:

Wenn sechs Finalisten aus verschiedenen Ländern stammen, in unterschiedlichen Jahrzehnten geboren wurden und einen jeweils individuellen beruflichen Werdegang haben, dann folgen daraus sechs völlig unterschiedliche Kompositionen. Zum Glück! So fiel dem Publikum die Entscheidung über die Rangfolge der Gewinner sicherlich nicht leicht, zumal jedes Stück andere Emotionen hervorzubringen vermochte. Von zart-verträumt in durchgehendem piano, über jazzig-leicht, bis zu aufregend-rasend erlebte das Publikum ein extrem professionelles Potpourri neuer Kompositionen für ein Violinduo.


Die Rangfolge der Gewinner
1. Preis Piotr Szewczyk (5000€)
2. Preis Jürgen Christ (3000€)
3. Preis Edmund Jolliffe (1000€)
4. Preis Rainer Bartesch (800€)
5. Preis Viktor Molnár (600€)
6. Preis Daniel Berg (600€)
 

Der Mannheimer Jazz-Trompeter Thomas Siffling führte sympathisch durch den Abend und erklärte dem Publikum Wissenswertes rund um den Award. Insgesamt erhielten The Twiolins in diesem Jahr 344 Kompositionen aus der ganzen Welt. Bereits in den Vorjahren konnten sie sich über die große Aufmerksamkeit in nahezu allen Ländern der Welt freuen, die von Award zu Award zunimmt. Ein größeres Notenrepertoire für ein Violinenduo, das Ziel des PCM, sollte also für die Zukunft gesichert sein.

 



Der Livestream des Abends steht als Video zur Verfügung. (Bitte die ersten 60min überspringen, dies ist der Wartebildschirm).

Verwandter Artikel: Vorankündigung Finale 4. Progressive Classical Music Award

Mehr zu Piotr Szewczyk: Piotr Szewczyk (USA) wurde in Polen geboren, ist sowohl Geiger und als auch Komponist. Er studierte Geige bei Piotr Milewski, Kurt Sassmannshaus, Dorothy DeLay und Corinne Stillwell sowie Komposition bei Joel Hoffman, Michael Fiday, Ricardo Zohn-Muldoon, Henry Gwiazda und Darrel Handel. Dr. Szewczyk hält die Abschlüsse D.M. der Florida State University, B.M. und Double M.M. in Violine und Komposition vom University of Cincinnati College-Conservatory of Music - CCM. Seit 2007 ist er Mitglied der ersten Geigengruppe des Jacksonville Symphony. Er ist außerdem Geiger und composer-in-residence des Bold City Contemporary Ensemble und Schöpfer des Violin Futura Project. Zuvor war er Stipendiat der New World Symphonie, wo er als wechselnder Konzertmeister und Gewinner eines Konzertwettbewerbs tätig war. Er trat in der Carnegie Hall, beim Colorado Music Festival, Spoleto Festival USA, Aspen Music Festival, Santa Fe New Music u.a. auf. Sein Kammermusikalbum „Bliss Point“ wurde im Mai 2017 auf Navona Records veröffentlicht.

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