Musikgespräche

Finale 4. Progressive Classical Music Award 2019

Das Finale des Progressive Classical Music Award steht kurz bevor. Am 28. September wird entschieden. Tickets erhältlich.

344 Komponisten aus 50 Nationen der Welt haben ihre Kompositionen rechtzeitig an „The Twiolins“ geschickt. Alle Einsender sorgen im Rahmen des 2009 ins Leben gerufenen Wettbewerbs „Progressive Classical Music Award“ mit ihren Kompositionen für neue Noten und natürlich neue Musik, geschrieben für die Besetzung zweier Violinen. „Bisher gab es nämlich einfach zu wenig Notenmaterial für diese Besetzung“, erklärt Marie-Luise Dingler. „Außer der Sonate von Prokofiev gab es keine großen Komponisten, die etwas komponiert hatten. Mozart, Schubert, Brahms, alle hatten diese schöne Gattung ‚vergessen‘. Das wollten mein Bruder Christoph und ich zumindest für dieses Jahrhundert ändern. Deshalb haben wir den Progressive Classical Music Award ins Leben gerufen.“

Manche Teilnehmer reichten sogar gleich mehrere Kompositionen ein. Einzige Vorgabe: Ein fünfminütiges, technisch anspruchsvolles Stück für ein Violinduo.

Wochenlang haben dann Marie-Luise und Christoph die eingereichten Kompositionen gesichtet und bewertet, solche aussortiert, die sich nicht eigneten, darunter zum Beispiel einige, die für andere Instrumente geschrieben wurden. Ja, die gab es tatsächlich!

Diejenigen, die auf ersten Blick vielversprechend ausschauten (die Geschwister haben mittlerweile große Blattspiel-Expertise), legten sie auf den Notenständer und spielten sie gemeinsam durch, wobei ganz schwierige Stellen natürlich nur angedeutet werden konnten.

„Man bekommt schnell ein Gefühl dafür, wie ein Stück ist, wo es musikalisch hinwill und ob technisch alles korrekt ist“, erklärt Marie-Luise. Nach einer groben Vorsortierung kümmerte sich dann eine fünfköpfige Jury um die Vorauswahl für das Finale.

Die Jury besteht aus großen Namen der Violinszene, darunter Julian Rachlin und Aleksey Igudesman. Mit Igudesman verbindet die Twiolins schon seit mehreren Jahren ein guter Kontakt und eine gute Zusammenarbeit. So ist es bereits das zweite Mal, dass er Teil der Jury ist und für dieses Jahr Julian Rachlin mit ins Boot holte.

Neben den Twiolins ist Benedikt Brydern als weiteres Jurymitglied vielen wohl auch ein Begriff. Zweimal hat er den Progressive Classical Music Award bereits gewonnen, zuletzt 2015 mit der Komposition „Schillers Nachtflug“.  

Und nun haben es sechs Kompositionen ins Finale geschafft.

Daniel Berg, Sweden
Viktor Molnár, Hungary
Jürgen Christ, Germany
Rainer Bartesch, Germany
Piotr Szewczyk, United States
Edmund Jolliffe, United Kingdom

Zwar stehen die sechs Finalisten fest, die Titel und die Identität des Komponisten pro Stück wird jedoch erst nach dem Entscheid bekannt gegeben. So bleiben die Titel einfach nummeriert von #1, #2, #3, #4, #5, bis #6. Alle sechs Stücke spielen The Twiolins am 28. September einem gespannten Publikum vor, das dann über die Rangfolge der Gewinner entscheidet. Wer wohl gewinnen wird?

 

Samstag, 28. September 2019
Beginn: 20:00 Uhr, Einlass ab 19:00 Uhr

Ort: REM Mannheim, Anna-Reiss-Saal. D5, 68159 Mannheim
Eintritt: € 20 / € 14 ermäßigt, Aufschlag Abendkasse 2€.
Freie Platzwahl

Tickets können online hier erworben werden: 

Tickets für die Liveübertragung gibt es für 9€

 

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Text von Isabelle 

 

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