Musikgespräche

Hör mal (wieder) - L’Elisir d’Amore von Gaetano Donizetti

Hörtipp Nr. 2 von Richie von SINFONIMA

Diese Auftrittsarie des Dulcamara ist für jeden Bassbuffo ein Paradestück. Der reisende Quacksalber, der den Dorfleuten seine Wundermedizin mit fast modernen Marketingmethoden anpreist, reißt die Zuhörer noch immer und immer wieder zu Beifallstürmen hin.

Foto: Richie von SINFONIMA | Logo Mannheimer Versicherung AG

L’Elisir d’Amore (Der Liebestrank) von Gaetano Donizetti

Auch nach fast zwei Jahrhunderten können sich Opernbesucher über dieses Stück amüsieren. Ich habe jedenfalls noch keine Aufführung erlebt, in der nicht laut gelacht wurde. Und für einen Arbeitskollegen ist Donizettis Liebestrank „die Oper überhaupt“.

Mit Beginn der Ouvertüre reiht Donizetti eine eingängige Melodie an die andere und man muss die Füße im Zaum halten, um nicht mit zu wippen.

 

Eine Ausnahme ist natürlich die (weltberühmte) Arie des Nemorino: „Una furtiva lagrima“ („Eine verstohlene Träne“, übrigens 184k Google-Suchergebnisse!). Hier noch ein grandioses Beispiel, gesungen von Luciano Pavarotti

Dazu kommt die von witzigen Einfällen nur so strotzende Handlung:

Der etwas einfältige Nemorino liebt die Gutsbesitzerin Adina, die jedoch nichts von ihm wissen will. Sie erzählt von Isoldes Liebestrank (über den sie sich lustig macht) und Nemorino fragt den zufällig vorbeikommenden, nach eigener Aussage „berühmten Doktor“ Dulcamara, ob er diesen Trank hätte. Für das dafür angebotene Goldstück händigt Dulcamara Nemorino ein Flasche Bordeaux als Liebestrank aus, den er (!) trinken muss, damit sich Adina in ihn verliebt. Und genau das passiert im Verlauf der Handlung dann tatsächlich!


Unglaublich? Nicht bei Donizetti!

Prüft es doch nach. Ihr werdet mit Sicherheit Spaß an der hinreißenden Musik und Handlung haben.

 

Euer Richie 

 

 

Was und wer steckt eigentlich hinter der Reihe "Hör mal (wieder)"? Hier erfahrt ihr mehr.

Zum Hörtipp Nr.1 - Die Moldau

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